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Wichtige Grundregeln zum Umgang mit NiMH Akkus und deren Ladetechnik

  1. In Ladegeräten, die Akkus im Schnelllademodus laden, dürfen nur Markenakkus geladen werden, welche für diese hohen Ladeströme geeignet sind. Minderwertige Akkus können bei dieser Lademethode zerstört werden und auch unter Umständen das Ladegerät beschädigen.
  2. Akkus sollten grundsätzlich bei längeren Lagerzeiten vollgeladen gelagert werden.
    Vor dem erneuten Verwenden die Akkus noch einmal nachladen, da sie bis zu 15% Ihrer Kapazität im Monat durch Selbstentladung verlieren. Auch sollten die Akkus nach dem Verwenden aus den Geräten entfernt werden, da oftmals ein Standby-Strom auch im ausgeschalteten Zustand fließt.
  3. Wenn Akkus unter die Entladeschlussspannung von 0,9V pro Zelle (beim 9V-Block-Akku sind dies 6,3 Volt) entladen werden, wird die Zelle beschädigt und verliert an Kapazität. Diese Schädigung des Akkus lässt sich nicht mehr rückgängig machen und der Akku wird nicht seine gewünschte Lade-/Entlade-zyklenzahl erreichen.
  4. Akkus sollten unter keinen Umständen kurzgeschlossen werden. Besonders 9V-Block Akkus sind durch die nah aneinanderliegenden Pole sehr gefährdet. Beim Transport der Akkus darauf achten, dass die Akkupole verschiedener Akkus nicht aneinander geraten können. Kurzgeschlossene Akkus werden durch den hohen Strom sehr heiß (Verbrennungsgefahr), können im schlimmsten Fall zerplatzen und auslaufen.
  5. Akkus lassen sich unter extremen Temperaturbedingungen nur eingeschränkt verwenden. Bei einer Akkutemperatur unter 0 Grad und über 40 Grad lassen sich Akkus nicht laden. Ein Verwenden der Akkus unter 0 Grad in Geräten ist nicht ratsam, da die Kapazität und der maximale Entladestrom extrem vermindert sind. Bei Transport z. B. im LKW bei sehr niedrigen Temperaturen nach dem Aufbau die Akkus und Ladegeräte zuerst über 0 Grad erwärmen lassen. Heiße Akkus vor dem Ladevorgang immer auf normale Zimmertemperatur abkühlen lassen
  6. Die Hersteller von Akkus geben üblicherweise eine maximale Lade- / Entadezyklenanzahl von 1000 Zyklen an. Dies ist jedoch nur unter optimalen Laborbedingungen möglich. Ein realistischer Wert im Tourbetrieb und bei Schnellladung sind 250 bis 300 Zyklen. Wenn die Akkus ständig in Benutzung sind, sollten sie alle 12 bis 18 Monate ausgetauscht werden. Bei unregelmäßiger Benutzung alle 24 Monate. Ein Akku verliert auch ohne Benutzung über die Zeit an Gesamtkapazität.
  7. Auf die Verwendung von NiCd (Nickelcadmium) Zellen sollte man mittlerweile generell verzichten. NiCd Zellen haben eine erheblich geringere Kapazität, reagieren sehr empfindlich auf den Memoryeffekt und sind umwelttechnisch durch die verwendeten Schwermetalle bei der Entsorgung sehr kritisch.
  8. Beim Verwenden der Akkus in einer Funkstrecke mit Anzeige des Batteriestatus bitte beachten, dass das Zeitfenster zum Wechseln des Akkus wenn die "Batterie leer"-Anzeige erscheint erheblich kürzer ist als bei Alkali Batterien. Eine NiMH-Zelle hat nahezu den gleichen Spannungsverlauf bei der Entladung wie eine Alkali Batterie, jedoch am Ende der Entladekurve sinkt die Spannung bei einem Akku schneller ab.
  9. Bitte beachten Sie, dass fabrikneue Akkus drei bis fünf Lade-/Entladezyklen benötigen, bis sie ihre maximale Kapazität erreichen.
  10. Akkus und auch Batterien gelten als Verbrauchsmaterial und sind nicht von der 24-monatigen Garantiegewährleistungspflicht des Herstellers betroffen. Fischer Amps gewährt den Kunden bei Fabrikationsfehlern einen Kulanzzeitraum von drei Monaten nach dem Kaufdatum. Jedoch muss dazu der betroffene Akku zur Überprüfung an Fischer Amps eingesendet werden.

FAQ

Haben die Akkus einen Memoryeffekt?

Fischer Amps setzt nur modernste Akkus mit NiMH (Nickelmetallhydrid)-Technik ein. Diese Akkus haben keinen spürbaren Memoryeffekt und können aus jedem Entladezustand wieder geladen werden, ohne dass daraus Nachteile entstehen. Daher wird bei den Fischer Amps Ladegeräten auch der Akku vor der Ladung nicht entladen.

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Kann man die Akkus in den Ladeschächten belassen, wenn sie nicht benötigt werden?

Die Akkus können auch im ausgeschalteten Zustand des Ladegerätes unbegrenzt in den Schächten belassen werden, ohne dass sie sich merklich schneller entladen. Ein Akku hat eine Selbstentladung von ca. 10 - 15% pro Monat. Das heißt, nach längerem Nichtgebrauch des Ladegerätes vor dem nächsten Betrieb die Akkus noch einmal kurz nachladen, damit sie auch ihre maximale Kapazität haben.

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Kann man in einem Fischer Amps Ladegerät auch andere Akkus laden?

Grundsätzlich kann man mit diesen Ladegeräten alle NiCd- und NiMH-Akkus aller Fabrikate, die bedingt schnellladefähig sind, laden. Bei Verwendung von NiCd Akkus muss man jedoch beachten, dass diese einen Memoryeffekt aufweisen, wenn sie nicht regelmäßig ganz entladen werden.

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Mit welcher Lademethode wird bei den Fischer Amps Ladegeräten gearbeitet?

Alle Fischer Amps Ladegeräte arbeiten mit der -delta-U Lademethode. Dabei wird während des Ladevorganges die Akkuspannung im stromlosen Zustand gemessen und mit dem vorherigen gemessenen Wert verglichen. Erst wenn am Ladeende die Spannung am Akku minimal absinkt wird dies von der microcontrollergesteuerten Schaltung ermittelt, die Ladung wird im optimalen Zeitraum beendet und die Erhaltungsladung eingeleitet. Außerdem wird nach dem Einlegen des Akkus zuerst die Funktionsfähigkeit geprüft. Das heißt, defekte oder tiefentladene Akkus werden erkannt und nicht schnell geladen. Es wird zuerst eine schonende Ladung zur Erholung des Akkus eingeleitet. Erst wenn sicher gestellt ist, dass der Akku die Ladung auch annimmt, wird auf Schnellladung umgeschaltet.

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Warum gibt es Spannungsunterschiede zwischen Akku und Batterie?

Ein Akku hat im Gegensatz zu einer Batterie nur 8,4V statt 9V, (bzw. 1,2V statt 1,5V bei Mignon- und MicroAkkus).

Ein vollgeladener 8,4V-Block Akku hat eine Spannung von ca. 8,8V, eine Batterie weist nur im unbelasteten Zustand eine Spannung von 9V auf. Bei Belastung sinkt die Spannung auf ca. 8,8V ab. Die Spannungs-Entladekennlinie eines Akkus und einer Batterie sind fast identisch. Beim Akku fällt sie jedoch durch die geringere Kapazität kürzer aus und fällt am Ende steiler ab. Das heißt, die Zeit, die nach der Leeranzeige am Funkmikrofon verbleibt, um den Akku zu wechseln, fällt bei der Verwendung mit Akkus kürzer aus. Uns ist kein Gerät bekannt, das den Betrieb mit Akku verweigert.

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Was ist der Vorteil der Fischer Amps Ladegeräte gegenüber Billigladegeräten?

Bei einfach aufgebauten Ladegeräten wird der Akku nicht kontrolliert geladen. Das heißt, er wird häufig nicht vollständig vollgeladen oder auch überladen, wenn er vor dem Laden nicht vollständig entladen wurde. Mit solchen Ladegeräten wird eine Zyklenzahl der Akkus von 500 nie erreicht. Außerdem bietet Fischer Amps die schnellste sichere Lademethode für 9V-BlockAkkus auf dem Markt (ca. 2,5 h).

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Wie lange hält ein Akku in einem Funkmikrofon Marke X?

Grundsätzlich lässt sich dies nicht pauschal beantworten. Wenn die Laufzeit mit einer Duracell-Batterie bekannt ist, kann man von diesem Wert ca. 1/3 annehmen. Mit modernen Funkmikrofonanlagen beträgt die Laufzeit im Durchschnitt etwa 4-6 h. Bei Anwendungen mit Inear-Monitoring-Funkanlagen ist die Laufzeit durch den hohen Stromverbrauch dieser Anlagen kürzer (ca 2,5 bis 3 h). Mit dem Fischer Amps Inear Body Pack beträgt die Laufzeit ca. 4,5 h.

Wie lange kann man die Akkus im Erhaltungslademodus laden?

Wenn alle Akkus voll geladen sind, und alle LED-Anzeigen blinken, kann man rein theoretisch das Ladegerät unbegrenzt im eingeschalteten Zustand belassen. Besser ist jedoch das Ladegerät bei längerem Nichtgebrauchen (mehrere Tage) auszuschalten. Erst wenn die Akkus benötigt werden, das Ladegerät kurz zuvor wieder einschalten und die Akkus kurz nachladen. Dieser Nachladevorgang nimmt dann ca. 10 min in Anspruch.

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Wie merkt man, ob ein Akku nicht mehr zu gebrauchen ist?

Die Kapazität und die Betriebszeit des eingesetzten Gerätes wird merklich kürzer. Der Akku hält seine Kapazität über eine hohe Zyklenzahl konstant, am Ende seiner Lebensdauer läßt dann die Kapazität relativ schnell nach.

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Wie oft kann man einen Akku verwenden bevor er entsorgt werden muss?

Bei normalen Anwendungsbedingungen hält der Akku ca. 500 Lade-Entladezyklen. Wenn der Akku jedoch extrem beansprucht wird, wie zum Beispiel durch Tiefentladung, Aufbewahren im leeren Zustand über längere Zeit, Laden im heißen oder unterkühlten Zustand, Kurzschließen der Akkuklemmen, geht die Anzahl der möglichen Lade-/Entladezyklen unter Umständen extrem zurück.

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Wie zeigt ein Fischer Amps Ladegerät an, dass ein Akku defekt ist?

Nach dem Einlegen des Akkus in den Schacht beginnt in der Regel sofort die Schnelladung. Das heißt, die entsprechende LED am Akkuschacht leuchtet. Wenn der Akku jedoch tiefentladen oder defekt ist, versucht das Ladegerät den Akku schonend auf die Schnellladung vorzubereiten. In diesem Zustand blinkt die LED des Akkuschachtes. Wenn nun ein Akku defekt sein sollte, wird die LED-Anzeige den blinkenden Zustand nicht mehr verlassen und auf Dauerlicht umspringen. Kurz gesagt: Wenn Sie einen Akku einlegen und die entsprechende Ladeanzeige blinkt sofort und verlässt diesen Zustand auch für längere Zeit nicht mehr (ca. 30 min), kann man davon ausgehen, dass der Akku defekt ist.

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Weitere Fragen?

Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung - Sie finden verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahme (telefonisch / email / Formular) auf unserer Kontakt-Seite.

Ihr FISCHER AMPS Team

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